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Wu Guanzhong (geb. 1919) Wu Guanzhong gehört zu den führenden Malern des 20. Jahrhunderts und zählt zu den wenigen Künstlern, die sich sowohl in China, als auch im Westen etabliert haben. Sein internationales Ansehen gründet hauptsächlich auf zwei wesentlichen Ausstellungen, "Wu Guanzhong: A Contemporary Chinese Painter", die 1989-1990 in der Chinese Culture Foundation of San Francisco stattfand und "Wu Guanzhong, A Twentieth-Century Chinese Painter", die 1992 im British Museum in London zu besichtigen war.
Wu Guanzhong wurde 1919 in Yixing, in der Provinz Jiangsu geboren. Schon zu Beginn seines Studiums in der Kunstakademie Hanzghou, übte er sich in der traditionellen chinesischen Tuschmalerei unter Pan Tianshou und in der westlichen Ölmalerei unter Lin Fengmian. Seit den späten 1980er Jahren verlor die Ölmalerei für ihn an Bedeutung und wurde nach vierzig Jahren zum Grundstein für seine späten semi-abstrakten und abstrakten Kompositionen in Tusche. Das Streben Wu Guanzhongs, die Bildsprache der westlichen Moderne zu nutzen, um chinesische Inhalte zu vermitteln, läuft wie ein roter Faden durch sein OEuvre.
Sein primäres Ausdrucksmedium ist die Linie, in ihr liegt seine Kraft, obwohl sie sehr geschmeidig und beinahe wie von selbst über die Bildfläche zu fließen scheint. Wu Guanzhong erläuterte verschiedentlich seine Auffassung von der Bedeutung der Linie, jede Art der Pinselführung oder der Lineatur müsse gut komponiert sein, nur dann würde auch das Bild gut. Anhand der Linien führt Wu Guanzhong den Betrachter durch seine Bildwelt, die eher innere Stimmungen hervorrufen will als Assoziationen an Gegenstände.
Wu Guanzhong (geb. 1919) Vergebung Tusche auf Papier. Abstrakte Malerei. Unten links signiert und datiert: Wu Guanzhong, 1996. Zwei Siegel des Künstlers. Für seine abstrakte Malerei verwandte Wu Guanzhong die Metapher eines Drachens, der vom Wind bewegt wird, dessen Schnur aber der Hand des Malers nie entgleiten darf. 138 x 178 cm. Unter Glas gerahmt. Aus süddeutschem Privatbesitz Ausgestellt in: Lübeck 1998 (St.-Petri-Ausstellungskirche) und Stuttgart 1998 / 1999 (Linden-Museum) Publiziert in: Vision 2000, Chinesische Gemälde und Skulpturen der Gegenwart, Ausstellungskatalog, Lübeck / Stuttgart 1998 / 1999, S. 87 mit Farbabb. An abstract painting by Wu Guanzhong. Title: Forgiveness. Ink on paper. Signed and dated Wu Guanzhong, 1996. Two artist´s seals. Framed and glazed.
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